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Zeitgeschichten
Kunst / Kultur
Kunst / Kultur

Zeitgeschichten

BESCHREIBUNG

Mit Azin Feizabadi, Mónica de Miranda, Małgorzata Mirga-Tas und Vladislav Shapovalov


Als abschließendes Kapitel der Ausstellungstrilogie zur Krise westlicher Paradigmen (HEXEN/GÖTTINNEN) fragt ZEITGESCHICHTEN, wie wir die Idee von Linearität und Fortschritt unterbrechen könnten. Das lineare Zeitmodell mit der einhergehenden Vorstellung eines kontinuierlichen Fortschritts – eine wichtige Matrix des westlichen Denkens – hat sich auch in der Kunst­geschichte abgelagert, so im Begriff der Avantgarde oder in unterschiedlichen Institutionstypen wie dem Museum oder der Kunsthalle. Wir sollten diese Beziehung zur Zeit überdenken, die entweder historisiert und einschließt oder die Gegenwart als eine Art Ware behandelt, als Rohstoff, der für zukünftigen Profit abgebaut wird. Was wäre, wenn sich unser Denken des Zyklischen nicht auf das regelmäßige Kreisen der Uhrzeiger beschränkte, sondern sich einem Zeit­bewusstsein öffnete, das empfänglich für komplexe Verflechtungen und Wechselbeziehungen von Zeiten ist? In diesem Zeitkonzept würden Imagination und Wandel als ebenso wesentlich gelten wie überlieferte Erfahrungen vom Leben des Planeten, seiner mensch­lichen und nicht-menschlichen Gemeinschaften. Eine erweiterte Gegenwart wäre von mehr als nur den trägen Trümmern der Vergangenheit angereichert – die vorangegangenen Wissen lebten stattdessen in Adaptionen und Verkörperungen darin fort. Könnten wir Zeitbeziehungen leben, in denen wir über Formen der Heilung spekulieren, wohl wissend, dass wir die Zukunft niemals mit geplanten Kalendern kontrollieren werden?


Kuratiert von Nina Tabassomi





Uhrzeit

Beginn: 30.07.2022 11:00 – Ende: 06.11.2022 18:00

VERANSTALTUNGSORT

Taxispalais Kunsthalle Tirol
Maria-Theresien-Straße 45, 6020 Innsbruck
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Tickets & Preise

Eintrittspreise 6 Euro / ermäßigt 4 Euro Kombiticket* 12 Euro / ermäßigt 9 Euro Donnerstags ab 18 Uhr Eintritt frei Gruppen ab 10 Personen 4 Euro/Person Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei 50% Ermäßigung für Ö1 Club-Mitglieder * TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol sowie die Tiroler Landesmuseen: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Tiroler Volkskunstmuseum, Hofkirche, Museum im Zeughaus, DAS TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum Öffnungszeiten Di–So 11–18, Do 11–20 Uhr

BESCHREIBUNG

Mit Azin Feizabadi, Mónica de Miranda, Małgorzata Mirga-Tas und Vladislav Shapovalov


Als abschließendes Kapitel der Ausstellungstrilogie zur Krise westlicher Paradigmen (HEXEN/GÖTTINNEN) fragt ZEITGESCHICHTEN, wie wir die Idee von Linearität und Fortschritt unterbrechen könnten. Das lineare Zeitmodell mit der einhergehenden Vorstellung eines kontinuierlichen Fortschritts – eine wichtige Matrix des westlichen Denkens – hat sich auch in der Kunst­geschichte abgelagert, so im Begriff der Avantgarde oder in unterschiedlichen Institutionstypen wie dem Museum oder der Kunsthalle. Wir sollten diese Beziehung zur Zeit überdenken, die entweder historisiert und einschließt oder die Gegenwart als eine Art Ware behandelt, als Rohstoff, der für zukünftigen Profit abgebaut wird. Was wäre, wenn sich unser Denken des Zyklischen nicht auf das regelmäßige Kreisen der Uhrzeiger beschränkte, sondern sich einem Zeit­bewusstsein öffnete, das empfänglich für komplexe Verflechtungen und Wechselbeziehungen von Zeiten ist? In diesem Zeitkonzept würden Imagination und Wandel als ebenso wesentlich gelten wie überlieferte Erfahrungen vom Leben des Planeten, seiner mensch­lichen und nicht-menschlichen Gemeinschaften. Eine erweiterte Gegenwart wäre von mehr als nur den trägen Trümmern der Vergangenheit angereichert – die vorangegangenen Wissen lebten stattdessen in Adaptionen und Verkörperungen darin fort. Könnten wir Zeitbeziehungen leben, in denen wir über Formen der Heilung spekulieren, wohl wissend, dass wir die Zukunft niemals mit geplanten Kalendern kontrollieren werden?


Kuratiert von Nina Tabassomi





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