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Ausstellung - Gabriela Nepo-Stieldorf in memoriam: "Transformationen einer Suche"
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Ausstellungen
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Ausstellung - Gabriela Nepo-Stieldorf in memoriam: "Transformationen einer Suche"

BESCHREIBUNG

GABRIELA NEPO-STIELDORF in memoriam

Transformationen einer Suche

 

Kuration: Elisabeth Ehart-Davies

Einführende Worte: Helga Madera

Vernissage: DI 13. September 2022, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Mi -Fr 16 – 19 Uhr, Sa 11 – 13 Uhr

Ausstellungsdauer: 14. 9. – 08. 10.2022

 

LANGE NACHT DER MUSEEN, Samstag, 1. Oktober 2022, 18 Uhr bis 1 Uhr nachts

Mit Keramikprogramm für Kinder!

Elisabeth Ehart-Davies in Zusammenarbeit mit Gergö Bankuti

 

Galerie Nothburga, Innrain 41, 6020 Innsbruck

info@galerienothburga.at                                                    www.galerienothburga.at

Die besondere Atmosphäre der schönen Räume in dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Ansitz Albersheim bildet einen idealen Rahmen für Ausstellungen, Kunstdiskurs und persönliche Begegnungen. Anliegen der Galerie sind Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden aus dem gesamten Alpenraum sowie Austausch auf internationaler Ebene.

 

Unserem Teammitglied, der Bildhauerin Gabriela Nepo-Stieldorf widmen wir eine Ausstellung „in memoriam“. Ihr Leben galt der Kunst, insbesondere der Keramik. Sie liebte die Arbeit mit Marmor und Stein, sie kombinierte Keramik mit Plexiglas oder mit Eisen, auch Fundstücken wie Orgelpfeifen, schuf damit beeindruckende Installationen. Gabriela sammelte 20 Jahre hindurch in ganz Europa Ziegel für ihr „Dach Europas“, letztlich ein Plädoyer für ein gemeinsames – durchaus auch brüchiges - Europa. 2020 setzte sie unter dem Eindruck des ersten Lockdowns kleine Figuren unter Glashauben.

Sie nahm an vielen Ausstellungen und Symposien, auch als Kuratorin, teil. Sie gründete das Internationale Keramiksymposium Innsbruck und lud dazu alle drei Jahre KünstlerInnen aus unterschiedlichsten Ländern nach Tirol, auch im Jahr 2020 sogar trotz der Corona-Pandemie. Ihr Anspruch war es, der Keramik auf ein hohes künstlerisches Niveau zu verhelfen. Als Initiatorin verschiedenster Kunstprojekte konnte sie durch Engagement und mit ihrer besonderen Fähigkeit zum Dialog mit Menschen künstlerische Netzwerke schaffen und wurde dafür u.a. mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Sie war Mitglied der IG Bildende Kunst, des Künstler-Hauses Wien, sculpture network, INTAKT und kunstwerk Krastal sowie Lektorin und Workshopleiterin am Bilding, der Kunst- und Architekturschule für Kinder und Jugendliche in Innsbruck. Sie starb im August 2021, während ihrer Personale „Limits of Balance“, im Kärntner Bildhauerhaus Krastal bei der Arbeit am Stein.

 

„Meine Werke basieren auf der Auseinandersetzung des Einzelnen mit der gesellschaftlichen und persönlichen Geschichte, dem aufgeprägten Rollenspiel, den Verletzungen, den Befindlichkeiten in seinem eigenen Raum…“, so Gabriela.

Gabriela Neop-Stieldorf hat in ihrem Werk Transformationen des Lebendigen erlebt und gesucht. Diese Suche gestaltet sich vielfach in der Form, die der Körper ist. Der Körper: aufgerichtet, liegend, kauernd, fragmentiert, schutzsuchend und schutzgebend, fallend und aufstehend – und im Flug…

Diesen Transformationen einer Suche Gabriela Nepo-Stieldorfs folgt das Narrativ der Ausstellung „Gabriela in memoriam“ in der Galerie Nothburga.

 

„Gabriela Nepo-Stieldorf legt in ihren Arbeiten ein ganzes Kaleidoskop der Aspekte der Weltlichkeit des Menschen vor. Sie ist relativ spät zur Beschäftigung mit dem Körper gekommen. Die skulpturale Umsetzung verlangt nicht nur die Beherrschung der Anatomie – diese hat sie als Studentin der Medizin im Seziersaal minutiös studiert – sondern sie verlangt auch technische Sicherheit mit dem archaischen Material. Der Ton ist ein ebenso faszinierender wie schwierig zu handhabender Stoff.

Dem schöpferischen Vorgang beim Begreifen der erdigen Masse, dem heftigen Kneten, dem zarten Streicheln der Oberfläche, dem tastenden Suchen nach dem rechten Rhythmus von Wölbung und Vertiefung, diesem synaisthetisch und haptisch erlebbaren Planen, steht das unbeherrschbare Moment gegenüber, wenn nämlich diese Masse durch das härtende Feuer geht, dort schrumpft und reißt und nicht selten bricht. Es tritt ein Moment des Zufalls auf, der sich nur schwer steuern lässt…. Geradewegs dort ereignet sich das stete Spiel zwischen Absicht und sich entziehendem Zufall, zwischen Kristallinem und vegetabiler Bewegung, zwischen Stärke, Perfektion und fragiler Verletzbarkeit.

So steckt in diesen Arbeiten ein Plädoyer für Körper, Geschichte und Emotionen und für das Hier und Jetzt dieser Welt. Sie können als eine Mahnung gelesen werden, gegen die Verdrängung dieses Authentischen in der medialen Virtualität Widerstand zu leisten, dem Wahn der technischen Perfektionierung des Menschen, seiner Verdoppelung im Simulakrum, gegenüber wachsam zu bleiben.“

Dr. Bernhard Braun, im Vorwort zum Katalog: Gabriela Nepo-Stieldorf, 2003, Die Körper der Gabriela Nepo-Stieldorf

 

 

„Nepo-Stieldorf beeindruckte nicht nur durch ihre Kunst, sondern auch durch ihre Fähigkeit zum Dialog, sei es in Künstler*innenkreisen oder als Initiatorin von internationalen Symposien, doch genauso bei der Arbeit mit Kindern. Christine Frei bezeichnete Gabriela Nepo-Stieldorf bei der Eröffnungsrede einer Vernissage als Erfinderische, Ermöglicherin, Türöffnerin – mit einem offenen Herzen und einem offenen Geist.“

Elisabeth Ehart-Davies

 

 

 

Kurzvita:

1948 geb. in Kufstein – Studium der Medizin – Studium der Päd. Akademie und Lehrtätigkeit – bildhauerische Ausbildung in Sommerakademien, bei diversen Studienaufenthalten und als Gasthörerin an der Kunstuniversität Linz und bei Imre Schrammel an der Kunstuniversität Budapest und Siklos – ab diesem Zeitpunkt Arbeit als Bildhauerin und freischaffende Künstlerin - + 13. August 2021

3 Künstlerstipendien des Landes Tirol, Artist in residence in Italien, Ungarn, Kanada, Japan, USA, viele internationale Symposien und Ausstellungen; Dozentin an der Pädag. Hochschule und beim Kulturservice Tirol, Gründerin und Organisatorin der Triennale IKSIT (des Internationalen Keramiksymposiums Innsbruck Tirol), Kuratorin von nationalen und internationalen Kunstprojekten. Mitglied der IG Bildende Kunst, des Künstlerhauses Wien, sculpture network, INTAKT..

Preise: Anerkennungspreis der IV.World Triennal of Small Ceramics, Zagreb, Silber bei der IV. Cairo/Ägypten, intern. Biennale for Ceramics/EG, Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich.

Werke in privaten und musealen Sammlungen und im öffentlichen Raum in vielen Ländern der Welt.

 

Uhrzeit

Beginn: 29.09.2022 16:00 Uhr

VERANSTALTUNGSORT

Galerie Nothburga
Innrain 41, 6020 Innsbruck
in Google Maps anzeigen

Tickets & Preise

Eintritt: kostenlos!

Veranstalter

Galerie Nothburga, Innrain 41, 6020 Innsbruck

BESCHREIBUNG

GABRIELA NEPO-STIELDORF in memoriam

Transformationen einer Suche

 

Kuration: Elisabeth Ehart-Davies

Einführende Worte: Helga Madera

Vernissage: DI 13. September 2022, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Mi -Fr 16 – 19 Uhr, Sa 11 – 13 Uhr

Ausstellungsdauer: 14. 9. – 08. 10.2022

 

LANGE NACHT DER MUSEEN, Samstag, 1. Oktober 2022, 18 Uhr bis 1 Uhr nachts

Mit Keramikprogramm für Kinder!

Elisabeth Ehart-Davies in Zusammenarbeit mit Gergö Bankuti

 

Galerie Nothburga, Innrain 41, 6020 Innsbruck

info@galerienothburga.at                                                    www.galerienothburga.at

Die besondere Atmosphäre der schönen Räume in dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Ansitz Albersheim bildet einen idealen Rahmen für Ausstellungen, Kunstdiskurs und persönliche Begegnungen. Anliegen der Galerie sind Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden aus dem gesamten Alpenraum sowie Austausch auf internationaler Ebene.

 

Unserem Teammitglied, der Bildhauerin Gabriela Nepo-Stieldorf widmen wir eine Ausstellung „in memoriam“. Ihr Leben galt der Kunst, insbesondere der Keramik. Sie liebte die Arbeit mit Marmor und Stein, sie kombinierte Keramik mit Plexiglas oder mit Eisen, auch Fundstücken wie Orgelpfeifen, schuf damit beeindruckende Installationen. Gabriela sammelte 20 Jahre hindurch in ganz Europa Ziegel für ihr „Dach Europas“, letztlich ein Plädoyer für ein gemeinsames – durchaus auch brüchiges - Europa. 2020 setzte sie unter dem Eindruck des ersten Lockdowns kleine Figuren unter Glashauben.

Sie nahm an vielen Ausstellungen und Symposien, auch als Kuratorin, teil. Sie gründete das Internationale Keramiksymposium Innsbruck und lud dazu alle drei Jahre KünstlerInnen aus unterschiedlichsten Ländern nach Tirol, auch im Jahr 2020 sogar trotz der Corona-Pandemie. Ihr Anspruch war es, der Keramik auf ein hohes künstlerisches Niveau zu verhelfen. Als Initiatorin verschiedenster Kunstprojekte konnte sie durch Engagement und mit ihrer besonderen Fähigkeit zum Dialog mit Menschen künstlerische Netzwerke schaffen und wurde dafür u.a. mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Sie war Mitglied der IG Bildende Kunst, des Künstler-Hauses Wien, sculpture network, INTAKT und kunstwerk Krastal sowie Lektorin und Workshopleiterin am Bilding, der Kunst- und Architekturschule für Kinder und Jugendliche in Innsbruck. Sie starb im August 2021, während ihrer Personale „Limits of Balance“, im Kärntner Bildhauerhaus Krastal bei der Arbeit am Stein.

 

„Meine Werke basieren auf der Auseinandersetzung des Einzelnen mit der gesellschaftlichen und persönlichen Geschichte, dem aufgeprägten Rollenspiel, den Verletzungen, den Befindlichkeiten in seinem eigenen Raum…“, so Gabriela.

Gabriela Neop-Stieldorf hat in ihrem Werk Transformationen des Lebendigen erlebt und gesucht. Diese Suche gestaltet sich vielfach in der Form, die der Körper ist. Der Körper: aufgerichtet, liegend, kauernd, fragmentiert, schutzsuchend und schutzgebend, fallend und aufstehend – und im Flug…

Diesen Transformationen einer Suche Gabriela Nepo-Stieldorfs folgt das Narrativ der Ausstellung „Gabriela in memoriam“ in der Galerie Nothburga.

 

„Gabriela Nepo-Stieldorf legt in ihren Arbeiten ein ganzes Kaleidoskop der Aspekte der Weltlichkeit des Menschen vor. Sie ist relativ spät zur Beschäftigung mit dem Körper gekommen. Die skulpturale Umsetzung verlangt nicht nur die Beherrschung der Anatomie – diese hat sie als Studentin der Medizin im Seziersaal minutiös studiert – sondern sie verlangt auch technische Sicherheit mit dem archaischen Material. Der Ton ist ein ebenso faszinierender wie schwierig zu handhabender Stoff.

Dem schöpferischen Vorgang beim Begreifen der erdigen Masse, dem heftigen Kneten, dem zarten Streicheln der Oberfläche, dem tastenden Suchen nach dem rechten Rhythmus von Wölbung und Vertiefung, diesem synaisthetisch und haptisch erlebbaren Planen, steht das unbeherrschbare Moment gegenüber, wenn nämlich diese Masse durch das härtende Feuer geht, dort schrumpft und reißt und nicht selten bricht. Es tritt ein Moment des Zufalls auf, der sich nur schwer steuern lässt…. Geradewegs dort ereignet sich das stete Spiel zwischen Absicht und sich entziehendem Zufall, zwischen Kristallinem und vegetabiler Bewegung, zwischen Stärke, Perfektion und fragiler Verletzbarkeit.

So steckt in diesen Arbeiten ein Plädoyer für Körper, Geschichte und Emotionen und für das Hier und Jetzt dieser Welt. Sie können als eine Mahnung gelesen werden, gegen die Verdrängung dieses Authentischen in der medialen Virtualität Widerstand zu leisten, dem Wahn der technischen Perfektionierung des Menschen, seiner Verdoppelung im Simulakrum, gegenüber wachsam zu bleiben.“

Dr. Bernhard Braun, im Vorwort zum Katalog: Gabriela Nepo-Stieldorf, 2003, Die Körper der Gabriela Nepo-Stieldorf

 

 

„Nepo-Stieldorf beeindruckte nicht nur durch ihre Kunst, sondern auch durch ihre Fähigkeit zum Dialog, sei es in Künstler*innenkreisen oder als Initiatorin von internationalen Symposien, doch genauso bei der Arbeit mit Kindern. Christine Frei bezeichnete Gabriela Nepo-Stieldorf bei der Eröffnungsrede einer Vernissage als Erfinderische, Ermöglicherin, Türöffnerin – mit einem offenen Herzen und einem offenen Geist.“

Elisabeth Ehart-Davies

 

 

 

Kurzvita:

1948 geb. in Kufstein – Studium der Medizin – Studium der Päd. Akademie und Lehrtätigkeit – bildhauerische Ausbildung in Sommerakademien, bei diversen Studienaufenthalten und als Gasthörerin an der Kunstuniversität Linz und bei Imre Schrammel an der Kunstuniversität Budapest und Siklos – ab diesem Zeitpunkt Arbeit als Bildhauerin und freischaffende Künstlerin - + 13. August 2021

3 Künstlerstipendien des Landes Tirol, Artist in residence in Italien, Ungarn, Kanada, Japan, USA, viele internationale Symposien und Ausstellungen; Dozentin an der Pädag. Hochschule und beim Kulturservice Tirol, Gründerin und Organisatorin der Triennale IKSIT (des Internationalen Keramiksymposiums Innsbruck Tirol), Kuratorin von nationalen und internationalen Kunstprojekten. Mitglied der IG Bildende Kunst, des Künstlerhauses Wien, sculpture network, INTAKT..

Preise: Anerkennungspreis der IV.World Triennal of Small Ceramics, Zagreb, Silber bei der IV. Cairo/Ägypten, intern. Biennale for Ceramics/EG, Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich.

Werke in privaten und musealen Sammlungen und im öffentlichen Raum in vielen Ländern der Welt.