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Ausstellung: "Totentanz" - von Angela Eberhard.
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Ausstellung: "Totentanz" - von Angela Eberhard.

BESCHREIBUNG

Das Stift Wilten zeigt ab 14. Oktober 2022 einen von Angela Eberhard geschaffenen Totentanz als vollplastisches Figurenensemble. Das Thema „Totentanz“ hat seine Wurzeln in alten Wandmalereien in Kirchen, Klöstern und auf Friedhöfen. Sinn und Zweck dieser Bilderserien war, sich meditativ mit dem unausweichlichen Schicksal des Todes als Memento Mori auseinanderzusetzen.


Erste berühmte Wandgemälde mit Darstellungen eines Tanzes mit dem Tod, der Papst, Kaiser, Edelleute und alle sozialen Stände und Altersgruppen einschließt, wurden im 15. Jahrhundert in Kirchen in Frankreich, aber auch in Lübeck und Basel geschaffen. Auch in Tirol trifft man auf Darstellungen dieses sogenannten Danse Macabre. So findet man in Elbigenalp im Oberen Lechtal gleich zwei Totentanze, die von Anton Falger 1840 bzw. um 1870 für Martinskapelle und Friedhofsmauer geschaffen wurden. In Auferstehungskirche (Totenkapelle) in Breitenwang kann man einen als Struckrelief gearbeiteten Totentanz (1724) von Thomas Seitz besichtigen. Ein Beispiel für einen modernen Totentanz findet sich in dem von Markus Thurner für den Museumsfriedhof in Kramsach geschaffenen monumentalen Tanz „Das Letzte“ aus 10 Metalltafeln.


Die Künstlerin Angela Eberhard hat einen dreidimensionalen Totentanz mit 15 Figurengruppen aus Ton geschaffen und das Thema für sich und den Betrachter neu interpretiert. Bei ihrer Darstellung geht die Künstlerin sehr zeitgemäß davon aus, dass der Tod zwar einerseits eine universelle Erfahrung ist, die jeder Mensch einmal am Ende seines Lebens machen wird, die von jedem Individuum aber auf völlig eigene Weise erlebt wird: „Es gibt ihn nicht, den einen Tod, der für alle gleich ist. Der Tod, dem du eines Tages begegnest, wird dein ganz eigener sein.“ Zwei Beispiele für die Bildsprache von Angela Eberhard mögen der „schnelle Tod“ und der „kleine Tod“ sein. Der „schnelle Tod“ ist in historischen Totentanzen undenkbar, ist er doch ein Risiko, das erst im Zeitalter des modernen Massenverkehrs erst möglich geworden ist. Auch mit dem „kleinen Tod“, der als Skelett am Bauch einer Schwangeren hängt, führt die Künstlerin ein neues Motiv in das Genre „Totentanz“ ein, indem sie den Tod im Mutterleib zum Thema macht.

Bei der Betrachtung der Figuren kommen wir letztlich zurück auf uns selbst, auf die wesentlichen Dinge und den Wert des Lebens.


Das Totentanz-Ensemble von Dr. Angela Eberhard wird vom 14. Oktober bis 25. November 2022 im Abt-Wernher-Saal / Klosterladen im Stift Wilten in Innsbruck präsentiert. Die Ausstellung wird am 14. Oktober um 19 Uhr im Norbertisaal des Stiftes Wilten eröffnet. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und14 bis 18 Uhr, am Samstag von 8 bis 12 Uhr. 



Uhrzeit

Beginn: 14.10.2022 08:00 Uhr

VERANSTALTUNGSORT

Stift Wilten
Klostergasse 7, 6020 Innsbruck
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BESCHREIBUNG

Das Stift Wilten zeigt ab 14. Oktober 2022 einen von Angela Eberhard geschaffenen Totentanz als vollplastisches Figurenensemble. Das Thema „Totentanz“ hat seine Wurzeln in alten Wandmalereien in Kirchen, Klöstern und auf Friedhöfen. Sinn und Zweck dieser Bilderserien war, sich meditativ mit dem unausweichlichen Schicksal des Todes als Memento Mori auseinanderzusetzen.


Erste berühmte Wandgemälde mit Darstellungen eines Tanzes mit dem Tod, der Papst, Kaiser, Edelleute und alle sozialen Stände und Altersgruppen einschließt, wurden im 15. Jahrhundert in Kirchen in Frankreich, aber auch in Lübeck und Basel geschaffen. Auch in Tirol trifft man auf Darstellungen dieses sogenannten Danse Macabre. So findet man in Elbigenalp im Oberen Lechtal gleich zwei Totentanze, die von Anton Falger 1840 bzw. um 1870 für Martinskapelle und Friedhofsmauer geschaffen wurden. In Auferstehungskirche (Totenkapelle) in Breitenwang kann man einen als Struckrelief gearbeiteten Totentanz (1724) von Thomas Seitz besichtigen. Ein Beispiel für einen modernen Totentanz findet sich in dem von Markus Thurner für den Museumsfriedhof in Kramsach geschaffenen monumentalen Tanz „Das Letzte“ aus 10 Metalltafeln.


Die Künstlerin Angela Eberhard hat einen dreidimensionalen Totentanz mit 15 Figurengruppen aus Ton geschaffen und das Thema für sich und den Betrachter neu interpretiert. Bei ihrer Darstellung geht die Künstlerin sehr zeitgemäß davon aus, dass der Tod zwar einerseits eine universelle Erfahrung ist, die jeder Mensch einmal am Ende seines Lebens machen wird, die von jedem Individuum aber auf völlig eigene Weise erlebt wird: „Es gibt ihn nicht, den einen Tod, der für alle gleich ist. Der Tod, dem du eines Tages begegnest, wird dein ganz eigener sein.“ Zwei Beispiele für die Bildsprache von Angela Eberhard mögen der „schnelle Tod“ und der „kleine Tod“ sein. Der „schnelle Tod“ ist in historischen Totentanzen undenkbar, ist er doch ein Risiko, das erst im Zeitalter des modernen Massenverkehrs erst möglich geworden ist. Auch mit dem „kleinen Tod“, der als Skelett am Bauch einer Schwangeren hängt, führt die Künstlerin ein neues Motiv in das Genre „Totentanz“ ein, indem sie den Tod im Mutterleib zum Thema macht.

Bei der Betrachtung der Figuren kommen wir letztlich zurück auf uns selbst, auf die wesentlichen Dinge und den Wert des Lebens.


Das Totentanz-Ensemble von Dr. Angela Eberhard wird vom 14. Oktober bis 25. November 2022 im Abt-Wernher-Saal / Klosterladen im Stift Wilten in Innsbruck präsentiert. Die Ausstellung wird am 14. Oktober um 19 Uhr im Norbertisaal des Stiftes Wilten eröffnet. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und14 bis 18 Uhr, am Samstag von 8 bis 12 Uhr.