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Bernhard Kathan - Johann Tschalleners Krankenbettstatt Nro. II
Ausstellungen
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Bernhard Kathan - Johann Tschalleners Krankenbettstatt Nro. II

BESCHREIBUNG

Bernhard Kathan erzählt uns mittels Textgraphik und Klanginstallation (Sprecher: Florian Eisner) einen Teil der Psychiatriegeschichte, personifiziert durch die Figur des ehemaligen Arztes und Direktors der „k.k. Provinzial-Irren-Heilanstalt zu Hall in Tirol“ von 1834-1853, sowie u.a. Mitglied des Ferdinandeum Innsbrucks, Johann Tschallener.


Tschallener ist vor allem als Konstrukteur einer mechanischen, jeglichen zwischenmenschlichen Kontakt auf ein Minimum reduzierenden „Krankenbettstatt Nro. II“, sowie Einrichtung der „Tobabteilung“ in 1845, in Erinnerung. Der detailversessenen Ausführung und Anleitung zur Bauart der Gerätschaft, die jegliche Freiheit unmöglich macht, stellt Kathan Daniel Paul Schreber entgegen, der lange in einer Tobsuchtszelle untergebracht war und seine Erfahrungen eindringlich beschreibt.


Der Bogen schließt sich mit Josef Stolz, dem Nachfolger Tschalleners, der dessen Gewaltmethoden und Zwangsfantasien verwarf und den Patienten eine würdevolle Behandlung zukommen ließ.

Bernhard Kathan lädt ein, die praktischen Apparate der Medizin bis ins heute kritisch zu hinterfragen und erinnert uns an unseren eigenen Wunsch nach Selbstbestimmung und Würde als ausgelieferter Patient.

 

Uhrzeit

Beginn: 08.12.2023 16:00 – Ende: 08.12.2023 19:00

VERANSTALTUNGSORT

Galerie moto
Eugenstraße 11, 6060 Hall in Tirol
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BESCHREIBUNG

Bernhard Kathan erzählt uns mittels Textgraphik und Klanginstallation (Sprecher: Florian Eisner) einen Teil der Psychiatriegeschichte, personifiziert durch die Figur des ehemaligen Arztes und Direktors der „k.k. Provinzial-Irren-Heilanstalt zu Hall in Tirol“ von 1834-1853, sowie u.a. Mitglied des Ferdinandeum Innsbrucks, Johann Tschallener.


Tschallener ist vor allem als Konstrukteur einer mechanischen, jeglichen zwischenmenschlichen Kontakt auf ein Minimum reduzierenden „Krankenbettstatt Nro. II“, sowie Einrichtung der „Tobabteilung“ in 1845, in Erinnerung. Der detailversessenen Ausführung und Anleitung zur Bauart der Gerätschaft, die jegliche Freiheit unmöglich macht, stellt Kathan Daniel Paul Schreber entgegen, der lange in einer Tobsuchtszelle untergebracht war und seine Erfahrungen eindringlich beschreibt.


Der Bogen schließt sich mit Josef Stolz, dem Nachfolger Tschalleners, der dessen Gewaltmethoden und Zwangsfantasien verwarf und den Patienten eine würdevolle Behandlung zukommen ließ.

Bernhard Kathan lädt ein, die praktischen Apparate der Medizin bis ins heute kritisch zu hinterfragen und erinnert uns an unseren eigenen Wunsch nach Selbstbestimmung und Würde als ausgelieferter Patient.