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Ausstellung Formen des Ungehorsams, Cornelia Herfurtner
Ausstellung Formen des Ungehorsams, Cornelia Herfurtner
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Ausstellungen
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Ausstellung Formen des Ungehorsams, Cornelia Herfurtner

BESCHREIBUNG

Ausstellung Formen des Ungehorsams, Cornelia Herfurtner


Für ihre Einzelausstellung Formen des Ungehorsams im Kunstpavillon der Künstler:innen Vereinigung Tirol setzt die Künstlerin Cornelia Herfurtner ihre bereits über mehrere Jahre andauernde Recherche zur Geschichte des Versammlungsrechtes und Strategien sozialer Bewegung zu Selbstschutz und Nutzung des öffentlichen Raums fort. Anhand von Holzreliefs und komplexer mehrteiliger Installationen arbeitet die Berliner Bildhauerin zur Geschichte und Gegenwart der Versammlungsfreiheit und zivilem Ungehorsam.

 

So wie sich die beiden Hauptthemen Protest und ziviler Ungehorsam in der Arbeit von Cornelia Herfurtner vorwiegend im öffentlichen Raum abspielen, sind die Reliefs als zentrales Medium ihrer künstlerischen Arbeit eine Kunstform des öffentlichen Raums. Das figurative Relief war und ist heute noch oft an Versammlungsorten des religiösen (Kirchen, o.Ä.) oder bürgerlichen (Rathäuser, o.Ä.) Lebens anzutreffen. Den einzelnen Holzreliefs vorausgeht eine intensive Auseinandersetzung der Künstlerin mit der Kriminalisierung der passiven Bewaffnung nach §17a des Deutschen Versammlungsgesetzes.

 

Die geschnitzten Schilder befinden sich in/an einem unter Spannung stehenden Gerüst, das sich selbst aussteift. Durch die Positionierung sind die einzelnen Reliefs von allen Seiten sichtbar und ermöglichen von jedem Standpunkt aus, unterschiedliche Blickwinkel auf die einzelnen Reliefs. Darüber hinaus erlaubt die Installation im Raum ein körperliches Gegenüberstehen mit den Schildern und erzeugt dadurch einen Moment, der den Schildcharakter der Reliefs aufscheinen lässt. Die mintgrüne Farbe der Holzbalken dokumentiert die Expansion und Kontinuität der Installation.

 

 

Genauso wie das Gerüst zeugt auch der Titel der Ausstellung von der Weiterentwicklung der künstlerischen Arbeit von Cornelia Herfurtner. Formen des Ungehorsams möchte nicht erneut die Repression in den Mittelpunkt stellen, sondern sich davon ausgehend zu den ungehorsamen Praxen fortentwickeln: aus passiv wird aktiv. Angelehnt ist der Titel unweigerlich an das Wording des „zivilen Ungehorsams“ der Begriff „Form“ hat für Herfurtner als Bildhauerin eine doppelte Bedeutung, meint aber auch „Formen“ als „Praxen“. Praxen des Protests, die international viele unterschiedliche Formen annehmen können.

 

Formen des Ungehorsams Teil des Jahresprogramms The Resistance of Nothingness kuratiert von Bettina Siegele.

Uhrzeit

Beginn: 17.04.2024 12:00 – Ende: 17.04.2024 18:00

VERANSTALTUNGSORT

Kunstpavillon, Tiroler Künstler:innenschaft
Rennweg 8a, 6020 Innsbruck
in Google Maps anzeigen

Tickets & Preise

Freier Eintritt

Veranstalter

Künstler:innen Vereinigung Tirol

BESCHREIBUNG

Ausstellung Formen des Ungehorsams, Cornelia Herfurtner


Für ihre Einzelausstellung Formen des Ungehorsams im Kunstpavillon der Künstler:innen Vereinigung Tirol setzt die Künstlerin Cornelia Herfurtner ihre bereits über mehrere Jahre andauernde Recherche zur Geschichte des Versammlungsrechtes und Strategien sozialer Bewegung zu Selbstschutz und Nutzung des öffentlichen Raums fort. Anhand von Holzreliefs und komplexer mehrteiliger Installationen arbeitet die Berliner Bildhauerin zur Geschichte und Gegenwart der Versammlungsfreiheit und zivilem Ungehorsam.

 

So wie sich die beiden Hauptthemen Protest und ziviler Ungehorsam in der Arbeit von Cornelia Herfurtner vorwiegend im öffentlichen Raum abspielen, sind die Reliefs als zentrales Medium ihrer künstlerischen Arbeit eine Kunstform des öffentlichen Raums. Das figurative Relief war und ist heute noch oft an Versammlungsorten des religiösen (Kirchen, o.Ä.) oder bürgerlichen (Rathäuser, o.Ä.) Lebens anzutreffen. Den einzelnen Holzreliefs vorausgeht eine intensive Auseinandersetzung der Künstlerin mit der Kriminalisierung der passiven Bewaffnung nach §17a des Deutschen Versammlungsgesetzes.

 

Die geschnitzten Schilder befinden sich in/an einem unter Spannung stehenden Gerüst, das sich selbst aussteift. Durch die Positionierung sind die einzelnen Reliefs von allen Seiten sichtbar und ermöglichen von jedem Standpunkt aus, unterschiedliche Blickwinkel auf die einzelnen Reliefs. Darüber hinaus erlaubt die Installation im Raum ein körperliches Gegenüberstehen mit den Schildern und erzeugt dadurch einen Moment, der den Schildcharakter der Reliefs aufscheinen lässt. Die mintgrüne Farbe der Holzbalken dokumentiert die Expansion und Kontinuität der Installation.

 

 

Genauso wie das Gerüst zeugt auch der Titel der Ausstellung von der Weiterentwicklung der künstlerischen Arbeit von Cornelia Herfurtner. Formen des Ungehorsams möchte nicht erneut die Repression in den Mittelpunkt stellen, sondern sich davon ausgehend zu den ungehorsamen Praxen fortentwickeln: aus passiv wird aktiv. Angelehnt ist der Titel unweigerlich an das Wording des „zivilen Ungehorsams“ der Begriff „Form“ hat für Herfurtner als Bildhauerin eine doppelte Bedeutung, meint aber auch „Formen“ als „Praxen“. Praxen des Protests, die international viele unterschiedliche Formen annehmen können.

 

Formen des Ungehorsams Teil des Jahresprogramms The Resistance of Nothingness kuratiert von Bettina Siegele.