Zurück
Klangspuren Schwaz, Ensemble Modern
Konzerte
Konzerte

Klangspuren Schwaz, Ensemble Modern

BESCHREIBUNG

Rebecca Saunders Skull (2022/23), ÖEA 


Beat Furrer linea dell'orizzonte für Ensemble (2012)


Justė Janulytė Unanime für 8 Trompeten (2020) & Unanime für 8 Streicher (2020)
Komposition in 2 Varianten mit unterschiedlicher Instrumentierung 
(Aufführung zusammen mit dem streichquartett quartissimo des Tiroler Landeskonservatoriums)


Enno Poppe, Dirigent


Komponist:innen schreiben nicht einfach nur Töne, sie sind immer auch Forschende – auf der Suche nach dem Ursprung der Klänge, nach dem, was sie zusammenhält: „Das Material ist der Klang, aber es ist auch alles dazwischen“, sagt die Siemens-Preisträgerin Rebecca Saunders in einem Interview. Ihr Werk Skull, vergangenes Jahr vom Ensemble Modern uraufgeführt, nimmt die Hörer:innen mit an die Quelle – ins Innere des Schädels, den Ort, an dem die Gedanken entstehen, umherschwirren, scheinbar durcheinanderlaufen. Es bildet nach Scar und Skin den dritten Teil eines Triptychons aus schattenhaften, kontrastreichen Klängen, die dem tiefsten Innern des Orchesters zu entspringen scheinen, sich roh und ungeschliffen aus den Saiten und Trichtern herauswinden und im besten Sinne Einblick geben unter die Oberfläche der kompositorischen Forschungsarbeit. 
Beat Furrer wirft in seinem Werk linea dell’orizzonte dagegen den Blick in die Ferne, wo sich aufgrund physiologischer Grenzen die Details verlieren, wo Himmel und Land zu verschwimmen scheinen und nur unscharfe Silhouetten zurückbleiben: Zwei klangliche Extreme – absteigende Glissandi und lang gehaltene hohe Töne – schweben wie von Fliehkräften getragen um eine unsichtbare, unhörbare Mitte herum. Von Justė Janulytės Unanime erklingen derweil gleich zwei Versionen: In der Ausarbeitung für acht Trompeten agieren die Instrumente „wie ein einziger Körper“, wie die Komponistin sagt, „wie eine Orgel mit verschiedenen Pfeifen, die den gleichen Atem, die gleiche Seele teilen.“ Dabei spielt Janulytė stets mit der Verschmelzung von Klängen und ihren Quellen – ist hier eine Geige zu hören oder imitiert eine Stimme den Klang eines Streichinstruments? Komposition wird zu einer Art Farbenlehre. 

Uhrzeit

Beginn: 06.09.2024 20:00 Uhr

VERANSTALTUNGSORT

Haus der Musik, Großer Saal
Universitätsstraße 1, 6020 Innsbruck
in Google Maps anzeigen

Tickets & Preise

EINZELTICKET € 22 
Ermäßigung auf Einzeltickets: • € 16,50 (-25%) für Mitglieder von: Ö1 Club, TT-Club, mica Club, Sparkasse Schwaz, Silbercard, Silbercard-Team, Welcome Card, DerStandard-Abovorteilskarte, Freizeitticket Tirol • € 11,00 (-50%) für Studierende, Ö1 intro-Mitglieder, Menschen mit Behinderung plus Begleitperson, Zivil- und Wehrdiener • € 6,00 Schüler und Lehrlinge

BESCHREIBUNG

Rebecca Saunders Skull (2022/23), ÖEA 


Beat Furrer linea dell'orizzonte für Ensemble (2012)


Justė Janulytė Unanime für 8 Trompeten (2020) & Unanime für 8 Streicher (2020)
Komposition in 2 Varianten mit unterschiedlicher Instrumentierung 
(Aufführung zusammen mit dem streichquartett quartissimo des Tiroler Landeskonservatoriums)


Enno Poppe, Dirigent


Komponist:innen schreiben nicht einfach nur Töne, sie sind immer auch Forschende – auf der Suche nach dem Ursprung der Klänge, nach dem, was sie zusammenhält: „Das Material ist der Klang, aber es ist auch alles dazwischen“, sagt die Siemens-Preisträgerin Rebecca Saunders in einem Interview. Ihr Werk Skull, vergangenes Jahr vom Ensemble Modern uraufgeführt, nimmt die Hörer:innen mit an die Quelle – ins Innere des Schädels, den Ort, an dem die Gedanken entstehen, umherschwirren, scheinbar durcheinanderlaufen. Es bildet nach Scar und Skin den dritten Teil eines Triptychons aus schattenhaften, kontrastreichen Klängen, die dem tiefsten Innern des Orchesters zu entspringen scheinen, sich roh und ungeschliffen aus den Saiten und Trichtern herauswinden und im besten Sinne Einblick geben unter die Oberfläche der kompositorischen Forschungsarbeit. 
Beat Furrer wirft in seinem Werk linea dell’orizzonte dagegen den Blick in die Ferne, wo sich aufgrund physiologischer Grenzen die Details verlieren, wo Himmel und Land zu verschwimmen scheinen und nur unscharfe Silhouetten zurückbleiben: Zwei klangliche Extreme – absteigende Glissandi und lang gehaltene hohe Töne – schweben wie von Fliehkräften getragen um eine unsichtbare, unhörbare Mitte herum. Von Justė Janulytės Unanime erklingen derweil gleich zwei Versionen: In der Ausarbeitung für acht Trompeten agieren die Instrumente „wie ein einziger Körper“, wie die Komponistin sagt, „wie eine Orgel mit verschiedenen Pfeifen, die den gleichen Atem, die gleiche Seele teilen.“ Dabei spielt Janulytė stets mit der Verschmelzung von Klängen und ihren Quellen – ist hier eine Geige zu hören oder imitiert eine Stimme den Klang eines Streichinstruments? Komposition wird zu einer Art Farbenlehre.