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Klangspuren 2024 - Eröffnungskonzert
Klassik
Klassik

Klangspuren 2024 - Eröffnungskonzert

BESCHREIBUNG

Ein Panoptikum aktueller Schreibweisen für ein großes Orchester mit Werken von Beat Furrer, Mariam Rezaei & Matthew Shlomowitz und einer Uraufführung von Didem Coşkunseven.

Beat Furrer Neues Werk (2024), ÖEA
Mariam Rezaei & Matthew Shlomowitz six scenes for turntables and orchestra (2023), ÖEA
Didem Coşkunseven Neues Werk (2024), UA
Auftragswerk von Klangspuren Schwaz

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Zoi Tsokanou, Dirigentin

Komponieren ist für Beat Furrer ein “Instrument der Welterfahrung, der Welterkenntnis, der Welt um mich herum”, wie er einmal gesagt hat: “Wahrnehmung immer wieder zu thematisieren, Klang, die Faszination am Klang selbst.” In seinem jüngsten Werk, das zu seinem 70. Geburtstag bereits in Luzern uraufgeführt wurde, macht er diesen Ansatz selbst zum Thema: “Lichtbrechung oder ein Flimmern in der Luft waren die Assoziationen zum ersten Klang des Orchesterstücks”, sagt Furrer. “Aus dieser diffusen, oszillierenden Fläche verdichten sich allmählich Gestalten.” Zunächst ist der Klang diffus und unartikuliert und erinnert auf diese Weise an ein Gewirr aus “verschiedene Sprachen”, doch nach und nach entwickelt sich aus diesem Aggregatzustand eine unbändige Kraft. Furrer spricht von einem “reißenden Strudel”, der sich “in Gischt verwandelt und nichts als mit Energie geladene Leere hinterlässt.” Auch in Mariam Rezaeis Musik verändern Klänge ihren Aggregatzustand: Samples, ursprünglich gepresst auf Schallplatte, dazu gemacht, von vorne bis hinten abzulaufen und dann still zu sein, bekommen sie hier eine ganz neue Funktion – Rezaei scratcht, stoppt sie, zieht sie vorwärts und rückwärts wie Kaugummi, mixt sie zu einem neuen pulsierenden Klangkonglomerat zusammen. In den Six scenes for turntables and orchestra entwickeln Rezaei und Matthew Shlomowitz mit Orchester und Plattenspielern eine Reise, ähnlich den Bildern einer Ausstellung von Modest Mussorgsky: höchst heterogene Klangporträts, die in der Reihenfolge aber ihren festen Platz haben.

Uhrzeit

Beginn: 05.09.2024 20:00 Uhr

VERANSTALTUNGSORT

Schwaz - SZentrum
Andreas-Hofer-Str. 10, 6130 SCHWAZ
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Zum Ticketshop

BESCHREIBUNG

Ein Panoptikum aktueller Schreibweisen für ein großes Orchester mit Werken von Beat Furrer, Mariam Rezaei & Matthew Shlomowitz und einer Uraufführung von Didem Coşkunseven.

Beat Furrer Neues Werk (2024), ÖEA
Mariam Rezaei & Matthew Shlomowitz six scenes for turntables and orchestra (2023), ÖEA
Didem Coşkunseven Neues Werk (2024), UA
Auftragswerk von Klangspuren Schwaz

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Zoi Tsokanou, Dirigentin

Komponieren ist für Beat Furrer ein “Instrument der Welterfahrung, der Welterkenntnis, der Welt um mich herum”, wie er einmal gesagt hat: “Wahrnehmung immer wieder zu thematisieren, Klang, die Faszination am Klang selbst.” In seinem jüngsten Werk, das zu seinem 70. Geburtstag bereits in Luzern uraufgeführt wurde, macht er diesen Ansatz selbst zum Thema: “Lichtbrechung oder ein Flimmern in der Luft waren die Assoziationen zum ersten Klang des Orchesterstücks”, sagt Furrer. “Aus dieser diffusen, oszillierenden Fläche verdichten sich allmählich Gestalten.” Zunächst ist der Klang diffus und unartikuliert und erinnert auf diese Weise an ein Gewirr aus “verschiedene Sprachen”, doch nach und nach entwickelt sich aus diesem Aggregatzustand eine unbändige Kraft. Furrer spricht von einem “reißenden Strudel”, der sich “in Gischt verwandelt und nichts als mit Energie geladene Leere hinterlässt.” Auch in Mariam Rezaeis Musik verändern Klänge ihren Aggregatzustand: Samples, ursprünglich gepresst auf Schallplatte, dazu gemacht, von vorne bis hinten abzulaufen und dann still zu sein, bekommen sie hier eine ganz neue Funktion – Rezaei scratcht, stoppt sie, zieht sie vorwärts und rückwärts wie Kaugummi, mixt sie zu einem neuen pulsierenden Klangkonglomerat zusammen. In den Six scenes for turntables and orchestra entwickeln Rezaei und Matthew Shlomowitz mit Orchester und Plattenspielern eine Reise, ähnlich den Bildern einer Ausstellung von Modest Mussorgsky: höchst heterogene Klangporträts, die in der Reihenfolge aber ihren festen Platz haben.