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[Vernissage] Von, für und gegen Kraus Franz Schuh & Suyang Kim
Poetry / Lesung
Poetry / Lesung

[Vernissage] Von, für und gegen Kraus Franz Schuh & Suyang Kim

BESCHREIBUNG

[Vernissage] Von, für und gegen Kraus Franz Schuh & Suyang Kim

Lesung & Musik


Das Polemische, das Kriegerische auf höchstem ästhetischem Niveau – das machte die einstige, einzigartige Wirkung von Karl Kraus aus. Heute kann man den Krieger in aller Ruhe zitieren: Der Philosoph Franz Schuh nimmt sich heraus, vom Leser zum Vorleser zu werden – er liest Texte von Kraus, für Kraus und gegen Kraus. Sichtbar wir dabei Kraus als Name eines Komplexes, durchaus auch im psychopathologischen Sinne eines „überwertigen Gefühlsinhalts“: Die problematische Spannung unter der die Kraus-Rezeption steht, kann man übrigens einem Aphorismus Walter Benjamins entnehmen: „Nichts trostloser als seine Adepten, nichts gottverlassener als seine Gegner.“


Franz Schuh ist Philosoph, Schriftsteller und Kolumnist, zuletzt erschienen: Ein Mann ohne Beschwerden (Hanser 2023). Die Lesung wird von der koreanisch-österreichischen Konzertpianistin Suyang Kim begleitet.


Wir bitten um Anmeldung unter literaturhaus@uibk.ac.at bis 21. September.


In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv. 


Ausstellung

"Ins Bild gerückt: Charlotte Joël"

Fotografien aus der Karl-Kraus-Sammlung Friedrich Pfäfflin


Ausstellung Charlotte Joël (1887–1943) eröffnete 1913 mit ihrer Freundin Marie Heinzelmann in Berlin-Charlottenburg ein Fotostudio, in dem sie neben Persönlichkeiten wie Marlene Dietrich oder Walter Benjamin im Frühjahr 1921 auch Karl Kraus porträtiert hat (von ihr selbst existiert kein einziges Porträt). Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft erfuhr sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten berufliche Nachteile, entschied sich aber gegen eine Emigration und sicherte sich mit der Produktion von Kinderporträts ihre Existenz. 1943 wurde Charlotte Joël deportiert und in Auschwitz ermordet. Die Ausstellung zeigt Originale und Reproduktionen der Exponate aus dem Bestand sowie Materialien, die Friedrich Pfäfflin zur Dokumentation von Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Fotografin in langjähriger Arbeit gesammelt hat.


In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv.


Uhrzeit

Beginn: 24.09.2024 19:00 Uhr

VERANSTALTUNGSORT

Literaturhaus am Inn
Josef-Hirn-Str. 5 / 10. Stk., 6020 Innsbruck

Tickets & Preise

Eintritt frei

BESCHREIBUNG

[Vernissage] Von, für und gegen Kraus Franz Schuh & Suyang Kim

Lesung & Musik


Das Polemische, das Kriegerische auf höchstem ästhetischem Niveau – das machte die einstige, einzigartige Wirkung von Karl Kraus aus. Heute kann man den Krieger in aller Ruhe zitieren: Der Philosoph Franz Schuh nimmt sich heraus, vom Leser zum Vorleser zu werden – er liest Texte von Kraus, für Kraus und gegen Kraus. Sichtbar wir dabei Kraus als Name eines Komplexes, durchaus auch im psychopathologischen Sinne eines „überwertigen Gefühlsinhalts“: Die problematische Spannung unter der die Kraus-Rezeption steht, kann man übrigens einem Aphorismus Walter Benjamins entnehmen: „Nichts trostloser als seine Adepten, nichts gottverlassener als seine Gegner.“


Franz Schuh ist Philosoph, Schriftsteller und Kolumnist, zuletzt erschienen: Ein Mann ohne Beschwerden (Hanser 2023). Die Lesung wird von der koreanisch-österreichischen Konzertpianistin Suyang Kim begleitet.


Wir bitten um Anmeldung unter literaturhaus@uibk.ac.at bis 21. September.


In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv. 


Ausstellung

"Ins Bild gerückt: Charlotte Joël"

Fotografien aus der Karl-Kraus-Sammlung Friedrich Pfäfflin


Ausstellung Charlotte Joël (1887–1943) eröffnete 1913 mit ihrer Freundin Marie Heinzelmann in Berlin-Charlottenburg ein Fotostudio, in dem sie neben Persönlichkeiten wie Marlene Dietrich oder Walter Benjamin im Frühjahr 1921 auch Karl Kraus porträtiert hat (von ihr selbst existiert kein einziges Porträt). Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft erfuhr sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten berufliche Nachteile, entschied sich aber gegen eine Emigration und sicherte sich mit der Produktion von Kinderporträts ihre Existenz. 1943 wurde Charlotte Joël deportiert und in Auschwitz ermordet. Die Ausstellung zeigt Originale und Reproduktionen der Exponate aus dem Bestand sowie Materialien, die Friedrich Pfäfflin zur Dokumentation von Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Fotografin in langjähriger Arbeit gesammelt hat.


In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv.