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Ausstellung: "Weltbilder erzählen" - im 1.OG
Kunst / Kultur
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Ausstellung: "Weltbilder erzählen" - im 1.OG

BESCHREIBUNG

Oft erst bei näherem Hinsehen geben sich bildliche Darstellungen oder scheinbar alltägliche Objekte als Repräsentanten umfassender kosmologischer Konzepte zu erkennen. Wobei es sich keineswegs nur um materielles Erbe handeln muss. Der Weg zum Verständnis führt meist über Mythen, autochthones und ethnographisches Wissen.

Solche Objekte repräsentieren „Weltbilder“ im Sinn von Erklärungsmodellen für die Entstehung, Beschaffenheit und die Zusammenhänge unserer Welt. Sie sind in ihrer Art charakteristisch für jede Kultur. Das trifft auch auf „westlich“ geprägte, „rationale“ Weltbilder zu, die für sich in Anspruch nehmen, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gründen. Auch sie haben eine lange, oft sehr irrationale Geschichte, wie sich etwa anhand zahlreicher kartographischer Erddarstellungen zeigen lässt.

Die Ausstellung positioniert Weltbilder unterschiedlicher kultureller Systeme ohne jede Wertung nebeneinander. Denn der Begriff „Weltbild“ steht schließlich auch für Weltsicht oder Weltanschauung, die davon nicht zu trennen ist. Weltbilder stehen in diesem Sinn für Glauben, Wertesysteme und Identifikation. So gesehen kann man Kulturkontakt als ein Aufeinandertreffen von Weltbildern verstehen. Das kann zu schweren Konflikten ebenso führen wie zu fruchtbarem Austausch. Wie sich Kontakte gestalten, hängt entscheidend davon ab, mit welcher Grundhaltung Menschen an fremde Weltbilder herantreten.

„Weltbilder erzählen“ spielt darauf an, dass sich heute zahllose Menschen mit ihrem kulturellen Gepäck auf Reisen rund um den Globus oder gar auf der Flucht befinden. Nicht zuletzt beherbergt unser Museum selbst Weltbilder, die aus ihrem kulturellen Kontext genommen ihre eigene Migrationsgeschichte erzählen. Sie stehen oft für Kulturen, die es so nicht mehr gibt. Auch sie warten im Transit auf neue Perspektiven. Weltbilder sind ständigem Wandel unterworfen.

Ein wesentlicher Aspekt der Ausstellungsidee ist es deshalb, eine grundsätzlich respektvolle und tolerante Begegnungskultur zu fördern. Das soll u. a. durch den neutralen Blick auf eine Fülle von Weltbildern erreicht werden, für die die Exponate stehen. Sie werden einfühlsam erklärt und sollen unserem eigenen Weltverständnis Spiegel sein.

Besonders wollen wir Besucher, v. a. Kinder, ermutigen, eigene, ganz konkrete Welt-Bilder zu schaffen. Eine einer physischen Cloud nachempfundene Szenografie, Hörgeschichten, interaktive Zugänge werden das Eintauchen in unterschiedliche Vorstellungen unterstützen.

Die Ausstellung ist ein spannendes, kaleidoskopartiges Experiment, das sich nicht nur auf den Sonderausstellungsraum beschränkt, sondern das ganze Museum miteinbezieht, Objekte aus der hauseigenen Sammlung (Südostasien und Westafrika) ebenso wie Leihgaben aus universitären und musealen Kontexten zeigt.

Sonntag 01.08.2021 Donnerstag 05.08.2021 Freitag 06.08.2021 Samstag 07.08.2021 Sonntag 08.08.2021 Donnerstag 12.08.2021 Freitag 13.08.2021 Samstag 14.08.2021 Sonntag 15.08.2021 Donnerstag 19.08.2021 Freitag 20.08.2021 Samstag 21.08.2021 Sonntag 22.08.2021 Donnerstag 26.08.2021 Freitag 27.08.2021 Samstag 28.08.2021 Sonntag 29.08.2021 Donnerstag 02.09.2021 Freitag 03.09.2021 Samstag 04.09.2021 Sonntag 05.09.2021 Donnerstag 09.09.2021 Freitag 10.09.2021 Samstag 11.09.2021 Sonntag 12.09.2021 Donnerstag 16.09.2021 Freitag 17.09.2021 Samstag 18.09.2021 Sonntag 19.09.2021 Donnerstag 23.09.2021 Freitag 24.09.2021 Samstag 25.09.2021 Sonntag 26.09.2021 Donnerstag 30.09.2021 Freitag 01.10.2021 Samstag 02.10.2021 Sonntag 03.10.2021 Donnerstag 07.10.2021 Freitag 08.10.2021 Samstag 09.10.2021 Sonntag 10.10.2021 Donnerstag 14.10.2021 Freitag 15.10.2021 Samstag 16.10.2021 Sonntag 17.10.2021 Donnerstag 21.10.2021 Freitag 22.10.2021 Samstag 23.10.2021 Sonntag 24.10.2021 Donnerstag 28.10.2021 Freitag 29.10.2021 Samstag 30.10.2021 Sonntag 31.10.2021 Donnerstag 04.11.2021 Freitag 05.11.2021 Samstag 06.11.2021 Sonntag 07.11.2021 Donnerstag 11.11.2021 Freitag 12.11.2021 Samstag 13.11.2021 Sonntag 14.11.2021 Donnerstag 18.11.2021 Freitag 19.11.2021 Samstag 20.11.2021 Sonntag 21.11.2021 Donnerstag 25.11.2021 Freitag 26.11.2021 Samstag 27.11.2021 Sonntag 28.11.2021 Donnerstag 02.12.2021 Freitag 03.12.2021 Samstag 04.12.2021 Sonntag 05.12.2021 Donnerstag 09.12.2021 Freitag 10.12.2021 Samstag 11.12.2021 Sonntag 12.12.2021 Donnerstag 16.12.2021 Freitag 17.12.2021 Samstag 18.12.2021 Sonntag 19.12.2021 Donnerstag 23.12.2021 Freitag 24.12.2021 Samstag 25.12.2021 Sonntag 26.12.2021 Donnerstag 30.12.2021 Freitag 31.12.2021 Samstag 01.01.2022 Sonntag 02.01.2022 Donnerstag 06.01.2022 Freitag 07.01.2022 Samstag 08.01.2022 Sonntag 09.01.2022 Donnerstag 13.01.2022 Freitag 14.01.2022 Samstag 15.01.2022 Sonntag 16.01.2022 Donnerstag 20.01.2022 Freitag 21.01.2022 Samstag 22.01.2022 Sonntag 23.01.2022 Donnerstag 27.01.2022 Freitag 28.01.2022 Samstag 29.01.2022 Sonntag 30.01.2022 Donnerstag 03.02.2022 Freitag 04.02.2022 Samstag 05.02.2022 Sonntag 06.02.2022 Donnerstag 10.02.2022 Freitag 11.02.2022 Samstag 12.02.2022 Sonntag 13.02.2022 Donnerstag 17.02.2022 Freitag 18.02.2022 Samstag 19.02.2022 Sonntag 20.02.2022 Donnerstag 24.02.2022 Freitag 25.02.2022 Samstag 26.02.2022 Sonntag 27.02.2022 Donnerstag 03.03.2022 Freitag 04.03.2022 Samstag 05.03.2022 Sonntag 06.03.2022 Donnerstag 10.03.2022 Freitag 11.03.2022 Samstag 12.03.2022 Sonntag 13.03.2022 Donnerstag 17.03.2022 Freitag 18.03.2022 Samstag 19.03.2022 Sonntag 20.03.2022

Uhrzeit

Beginn: 01.08.2021 08:00 – Ende: 01.08.2021 15:00

VERANSTALTUNGSORT

Museum der Völker
St. Martin 16, 6130 Schwaz
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Tickets & Preise

Eintritt: € 8,- ermäßigt: € 5,- Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag von 10.00 - 17.00 Museumsführungen jeden Sonntag um 14.00 und jederzeit auf Anfrage an info@museumdervoelker.com

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Oft erst bei näherem Hinsehen geben sich bildliche Darstellungen oder scheinbar alltägliche Objekte als Repräsentanten umfassender kosmologischer Konzepte zu erkennen. Wobei es sich keineswegs nur um materielles Erbe handeln muss. Der Weg zum Verständnis führt meist über Mythen, autochthones und ethnographisches Wissen.

Solche Objekte repräsentieren „Weltbilder“ im Sinn von Erklärungsmodellen für die Entstehung, Beschaffenheit und die Zusammenhänge unserer Welt. Sie sind in ihrer Art charakteristisch für jede Kultur. Das trifft auch auf „westlich“ geprägte, „rationale“ Weltbilder zu, die für sich in Anspruch nehmen, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gründen. Auch sie haben eine lange, oft sehr irrationale Geschichte, wie sich etwa anhand zahlreicher kartographischer Erddarstellungen zeigen lässt.

Die Ausstellung positioniert Weltbilder unterschiedlicher kultureller Systeme ohne jede Wertung nebeneinander. Denn der Begriff „Weltbild“ steht schließlich auch für Weltsicht oder Weltanschauung, die davon nicht zu trennen ist. Weltbilder stehen in diesem Sinn für Glauben, Wertesysteme und Identifikation. So gesehen kann man Kulturkontakt als ein Aufeinandertreffen von Weltbildern verstehen. Das kann zu schweren Konflikten ebenso führen wie zu fruchtbarem Austausch. Wie sich Kontakte gestalten, hängt entscheidend davon ab, mit welcher Grundhaltung Menschen an fremde Weltbilder herantreten.

„Weltbilder erzählen“ spielt darauf an, dass sich heute zahllose Menschen mit ihrem kulturellen Gepäck auf Reisen rund um den Globus oder gar auf der Flucht befinden. Nicht zuletzt beherbergt unser Museum selbst Weltbilder, die aus ihrem kulturellen Kontext genommen ihre eigene Migrationsgeschichte erzählen. Sie stehen oft für Kulturen, die es so nicht mehr gibt. Auch sie warten im Transit auf neue Perspektiven. Weltbilder sind ständigem Wandel unterworfen.

Ein wesentlicher Aspekt der Ausstellungsidee ist es deshalb, eine grundsätzlich respektvolle und tolerante Begegnungskultur zu fördern. Das soll u. a. durch den neutralen Blick auf eine Fülle von Weltbildern erreicht werden, für die die Exponate stehen. Sie werden einfühlsam erklärt und sollen unserem eigenen Weltverständnis Spiegel sein.

Besonders wollen wir Besucher, v. a. Kinder, ermutigen, eigene, ganz konkrete Welt-Bilder zu schaffen. Eine einer physischen Cloud nachempfundene Szenografie, Hörgeschichten, interaktive Zugänge werden das Eintauchen in unterschiedliche Vorstellungen unterstützen.

Die Ausstellung ist ein spannendes, kaleidoskopartiges Experiment, das sich nicht nur auf den Sonderausstellungsraum beschränkt, sondern das ganze Museum miteinbezieht, Objekte aus der hauseigenen Sammlung (Südostasien und Westafrika) ebenso wie Leihgaben aus universitären und musealen Kontexten zeigt.