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"hALT, keine GewALT!"
Ausstellungen
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"hALT, keine GewALT!"

BESCHREIBUNG

Gewalt an älteren Menschen ist ein großes Tabu in unserer Gesellschaft und dennoch alltäglich. Vorfälle werden oft als Übertreibung oder Einzelfall verharmlost. Aus diesem Grund wird Gewalt gegen ältere Personen bislang kaum als soziales Problem wahrgenommen.

Warum ist das so?

Im gesellschaftlichen Bild gelten alte Menschen oftmals als arm und hilfsbedürftig, aber gleichzeitig als fordernd, anstrengend und kostenverursachend. Diese Doppelbotschaften führen zu Stigmatisierungen unterschiedlicher Art.

Handlungen werden nur dann als gewalttätig angesehen, wenn sie sichtbare, körperliche Spuren hinterlassen, dabei ist das oftmals nur die Spitze des Eisbergs. Seelische und psychische Schäden sind oft unsichtbar.

Gewalt wird häufig in Nahbeziehungen ausgeübt – Familie und Partnerschaft sind Privatangelegenheit, in die sich die soziale Umgebung nicht einmischen sollte. Es gibt auch Familien mit einer langjährigen Gewaltgeschichte, für die bestimmte Gewaltformen eine Art Normalität darstellen. Überforderung, Hilflosigkeit, persönliche Probleme und fehlende Unterstützung, aber auch das gesellschaftliche Klima verstärken die Gewaltbereitschaft.

Gewalt ist breit gefächert. Sie reicht von körperlicher Gewalt über psychische, ökonomische, sexualisierte bis hin zu struktureller Gewalt, also von Schlagen über Demütigen, Vernachlässigen, Beleidigen, Medikamentenüberdosierung, Anschreien, Einsperren bis hin zum Entzug finanzieller Mittel.

Besonders gefährdet sind hilfsbedürftige Menschen mit Demenz. Da die meisten alten Menschen über ihre Erlebnisse schweigen, Zeugen oft fehlen und gewalttätige Angehörige oder Pflegende sich scheuen, solche Handlungen zu melden oder zumindest Außenstehende ins Vertrauen zu ziehen, wissen wir sehr wenig über das tatsächliche Ausmaß von Gewalt. Expertinnen und Experten jedoch sprechen von hohen Dunkelziffern.

Umgekehrt erleben pflegende Angehörige oder Mitarbeiter:innen von Dienstleistungsorganisationen in ihrem Betreuungsalltag ebenfalls Gewalt und Aggression, häufig durch kognitiv eingeschränkte alte Menschen.

Wichtig ist daher, dass alle Menschen, die Gewaltakten ausgesetzt sind, gehört werden und Unterstützung bekommen. Das Gleiche gilt für jene Betreuenden, die in der Befürchtung leben, dass sie aus Überforderung oder sonstigen Gründen gewalttätig werden, und jene Menschen, die in ihrem Umfeld Gewalthandlungen beobachten. Je mehr Menschen sich mit dieser Thematik beschäftigen, desto größer sind die Chancen, dass Gewalt verhindert wird und wir Menschen schützen können. Wir möchten mit dieser Wanderausstellung Wissen weitergeben, da dieses eine wichtige Grundvoraussetzung für die Prävention von Gewalt ist und gleichzeitig Lösungswege präsentieren.

„Die Gewalt lebt davon, dass sie von anständigen Menschen nicht für möglich gehalten wird.“ (Jean Paul Sartre)

Tirol

Beratungsstelle für Gewaltprävention

0512 572 750 75 75

Courage Innsbruck – Partner:innen-, Familien- und Sexualberatungsstelle

0699 166 16 663

Gewaltschutzzentrum Tirol

0512 57 13 13

KIZ-Kriseninterventionszentrum

0512 58 00 59

Landeskriminalamt

Kriminalprävention

059 133 70 3750

Männerberatung Mannsbilder Innsbruck

0512 57 66 44

Uhrzeit

Beginn: 29.06.2026 15:00 Uhr

VERANSTALTUNGSORT

Kufstein Galerien
Feldgasse 1, 6330 Kufstein
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BESCHREIBUNG

Gewalt an älteren Menschen ist ein großes Tabu in unserer Gesellschaft und dennoch alltäglich. Vorfälle werden oft als Übertreibung oder Einzelfall verharmlost. Aus diesem Grund wird Gewalt gegen ältere Personen bislang kaum als soziales Problem wahrgenommen.

Warum ist das so?

Im gesellschaftlichen Bild gelten alte Menschen oftmals als arm und hilfsbedürftig, aber gleichzeitig als fordernd, anstrengend und kostenverursachend. Diese Doppelbotschaften führen zu Stigmatisierungen unterschiedlicher Art.

Handlungen werden nur dann als gewalttätig angesehen, wenn sie sichtbare, körperliche Spuren hinterlassen, dabei ist das oftmals nur die Spitze des Eisbergs. Seelische und psychische Schäden sind oft unsichtbar.

Gewalt wird häufig in Nahbeziehungen ausgeübt – Familie und Partnerschaft sind Privatangelegenheit, in die sich die soziale Umgebung nicht einmischen sollte. Es gibt auch Familien mit einer langjährigen Gewaltgeschichte, für die bestimmte Gewaltformen eine Art Normalität darstellen. Überforderung, Hilflosigkeit, persönliche Probleme und fehlende Unterstützung, aber auch das gesellschaftliche Klima verstärken die Gewaltbereitschaft.

Gewalt ist breit gefächert. Sie reicht von körperlicher Gewalt über psychische, ökonomische, sexualisierte bis hin zu struktureller Gewalt, also von Schlagen über Demütigen, Vernachlässigen, Beleidigen, Medikamentenüberdosierung, Anschreien, Einsperren bis hin zum Entzug finanzieller Mittel.

Besonders gefährdet sind hilfsbedürftige Menschen mit Demenz. Da die meisten alten Menschen über ihre Erlebnisse schweigen, Zeugen oft fehlen und gewalttätige Angehörige oder Pflegende sich scheuen, solche Handlungen zu melden oder zumindest Außenstehende ins Vertrauen zu ziehen, wissen wir sehr wenig über das tatsächliche Ausmaß von Gewalt. Expertinnen und Experten jedoch sprechen von hohen Dunkelziffern.

Umgekehrt erleben pflegende Angehörige oder Mitarbeiter:innen von Dienstleistungsorganisationen in ihrem Betreuungsalltag ebenfalls Gewalt und Aggression, häufig durch kognitiv eingeschränkte alte Menschen.

Wichtig ist daher, dass alle Menschen, die Gewaltakten ausgesetzt sind, gehört werden und Unterstützung bekommen. Das Gleiche gilt für jene Betreuenden, die in der Befürchtung leben, dass sie aus Überforderung oder sonstigen Gründen gewalttätig werden, und jene Menschen, die in ihrem Umfeld Gewalthandlungen beobachten. Je mehr Menschen sich mit dieser Thematik beschäftigen, desto größer sind die Chancen, dass Gewalt verhindert wird und wir Menschen schützen können. Wir möchten mit dieser Wanderausstellung Wissen weitergeben, da dieses eine wichtige Grundvoraussetzung für die Prävention von Gewalt ist und gleichzeitig Lösungswege präsentieren.

„Die Gewalt lebt davon, dass sie von anständigen Menschen nicht für möglich gehalten wird.“ (Jean Paul Sartre)

Tirol

Beratungsstelle für Gewaltprävention

0512 572 750 75 75

Courage Innsbruck – Partner:innen-, Familien- und Sexualberatungsstelle

0699 166 16 663

Gewaltschutzzentrum Tirol

0512 57 13 13

KIZ-Kriseninterventionszentrum

0512 58 00 59

Landeskriminalamt

Kriminalprävention

059 133 70 3750

Männerberatung Mannsbilder Innsbruck

0512 57 66 44