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Künstleringespräch mit Marwa Arsanios
Kunst / Kultur
Kunst / Kultur

Künstleringespräch mit Marwa Arsanios

BESCHREIBUNG

Marwa Arsanios und Nina Tabassomi unterhalten sich über die aktuelle Einzelausstellung, Fragen des Dokumentarischen und die Rolle von Kunst in unserer Zeit.

Die erste institutionelle Einzelausstellung von Marwa Arsanios in Österreich widmet sich den fünf Teilen ihrer Filmserie Who is Afraid of Ideology? , einem Langzeitprojekt mit dem die Künstlerin Gemeinschaften wie der kurdischen Frauenbewegung im Irak und Nordosten Syriens und der Grupo Semillas in Kolumbien Tribut zollt. Im vierten Teil dokumentiert Arsanios ihre Versuche, gemeinsam mit einer Gruppe von Menschen das Gelände eines ehemaligen Steinbruchs im Libanon zu rehabilitieren und kommunalisieren. Die Gruppe setzt sich dafür sowohl im Film als auch im realen Leben mit Nutzungs- versus Eigentumslogiken auseinander.

All diese Gemeinschaften kämpfen darum, ein Leben in Zusammengehörigkeit und Verbundenheit mit dem Land zurückzugewinnen, und üben dafür Widerstand auf Weisen aus, die sich aus dem spezifischen Kontext und den jeweiligen Geografien ergeben. Mit ihrem Filmzyklus sucht die Künstlerin auch nach geeigneten filmischen Mitteln, um jedem dieser Kämpfe sowie den spezifischen Topografien, in denen sie stattfinden, gerecht zu werden und leitet die Ästhetiken entsprechend aus diesen ab, anstatt nach einer vorgefassten Idee zu filmen.

Im fünften Teil von Who is Afraid of Ideology? – 2025 von Artium Museoa, Fondazione Sandretto Re Rebaudengo und Fundació Joan Miró gemeinsam mit Kurator_innen Agustín Pérez Rubio und Carolina Jiménez koproduziert – reflektiert Arsanios in einer phantastischen Erzählung über die Geschichte von Animalisierung und Entmenschlichung im kapitalistischen Kolonialismus.

In jedem der Filme werden sowohl die gewalttätigen Kontexte, welche Selbstverteidigung erforderlich machen, als auch die Taktiken der Wiederaneignung erzählt, mit denen die Gemeinschaften versuchen, Land wiederherzustellen. Gemeinsam bilden die Filme ein Geografien übergreifendes Netzwerk, in dem ökologische, dekoloniale und feministische Praktiken untrennbar miteinander verbunden sind. Who is Afraid of Ideology? wird von Zeichnungen, Textilarbeiten und Siebdrucken begleitet, die Elemente der Filmgeschichten in eine andere visuelle Sprache übertragen.

Kuratiert von Nina Tabassomi

Uhrzeit

Beginn: 11.09.2026 18:00 Uhr

VERANSTALTUNGSORT

Taxispalais Kunsthalle Tirol
Maria-Theresien-Straße 45, 6020 Innsbruck
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Tickets & Preise

Eintritt frei

Veranstalter

TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol

BESCHREIBUNG

Marwa Arsanios und Nina Tabassomi unterhalten sich über die aktuelle Einzelausstellung, Fragen des Dokumentarischen und die Rolle von Kunst in unserer Zeit.

Die erste institutionelle Einzelausstellung von Marwa Arsanios in Österreich widmet sich den fünf Teilen ihrer Filmserie Who is Afraid of Ideology? , einem Langzeitprojekt mit dem die Künstlerin Gemeinschaften wie der kurdischen Frauenbewegung im Irak und Nordosten Syriens und der Grupo Semillas in Kolumbien Tribut zollt. Im vierten Teil dokumentiert Arsanios ihre Versuche, gemeinsam mit einer Gruppe von Menschen das Gelände eines ehemaligen Steinbruchs im Libanon zu rehabilitieren und kommunalisieren. Die Gruppe setzt sich dafür sowohl im Film als auch im realen Leben mit Nutzungs- versus Eigentumslogiken auseinander.

All diese Gemeinschaften kämpfen darum, ein Leben in Zusammengehörigkeit und Verbundenheit mit dem Land zurückzugewinnen, und üben dafür Widerstand auf Weisen aus, die sich aus dem spezifischen Kontext und den jeweiligen Geografien ergeben. Mit ihrem Filmzyklus sucht die Künstlerin auch nach geeigneten filmischen Mitteln, um jedem dieser Kämpfe sowie den spezifischen Topografien, in denen sie stattfinden, gerecht zu werden und leitet die Ästhetiken entsprechend aus diesen ab, anstatt nach einer vorgefassten Idee zu filmen.

Im fünften Teil von Who is Afraid of Ideology? – 2025 von Artium Museoa, Fondazione Sandretto Re Rebaudengo und Fundació Joan Miró gemeinsam mit Kurator_innen Agustín Pérez Rubio und Carolina Jiménez koproduziert – reflektiert Arsanios in einer phantastischen Erzählung über die Geschichte von Animalisierung und Entmenschlichung im kapitalistischen Kolonialismus.

In jedem der Filme werden sowohl die gewalttätigen Kontexte, welche Selbstverteidigung erforderlich machen, als auch die Taktiken der Wiederaneignung erzählt, mit denen die Gemeinschaften versuchen, Land wiederherzustellen. Gemeinsam bilden die Filme ein Geografien übergreifendes Netzwerk, in dem ökologische, dekoloniale und feministische Praktiken untrennbar miteinander verbunden sind. Who is Afraid of Ideology? wird von Zeichnungen, Textilarbeiten und Siebdrucken begleitet, die Elemente der Filmgeschichten in eine andere visuelle Sprache übertragen.

Kuratiert von Nina Tabassomi