Anlässlich des 100. Geburtstags und des zehnten Todestages von Andrzej Wajda (1926–2016) widmet sich eine fünfteilige Retrospek tive dem Werk eines der bedeutendsten polnischen Regisseure des 20. Jahrhunderts.
Wajda war nicht nur ein international gefeierter Filmemacher, sondern auch eine prägende moralische Stimme des Landes. Sein Schaffen steht in einem intensiven Dialog mit Film, Literatur, Geschichte und Malerei. Ursprünglich wollte Wajda Maler werden – geprägt von der polnischen historischen Malerei und zugleich fasziniert von der Avantgarde entwickelte er eine unverwechsel bare, bildstarke Filmsprache. Immer wieder griff er auf Werke der polnischen und europäischen Literatur zurück und setzte sich mit entscheidenden Momenten der polnischen Geschichte auseinander. Dabei gelang es ihm, lokale historische Erfahrungen in universelle Bilder und Geschichten zu übersetzen.
Seine Filme verbinden Geschichte mit Fragen nach Freiheit, Ver antwortung, Erinnerung und menschlicher Würde und beeinflussten Generationen internationaler Filmschaffender. Im Jahr 2000 wurde Wajda mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet, 2006 erhielt er auf der Berlinale den Goldenen Ehrenbären.
Filmprogramm:
Freitag I 09.10. I 19:00 Uhr
„Die Mädchen von Wilko“ / „Panny z Wilka“ (1979, OmdU)
Einführung von Bolesław Racięski (Filmwissenschaftler, Universität Warschau)
Donnerstag I 15.10. I 18:00 Uhr
„Asche und Diamant“ / „Popiół i diament“ (1958, OmdU)
Einführung von Gernot Howanitz (Universität Innsbruck)
Donnerstag I 29.10. I 18:00 Uhr
„Das gelobte Land“ / „Ziemia obiecana“ (1975, OmdU)
Einführung von Kurt Scharr (Universität Innsbruck)
Mittwoch I 11.11. I 18:00 Uhr
„Der Mann aus Marmor“ / „Człowiek z marmuru“ (1977, OmdU)
Einführung von Eva Binder (Universität Innsbruck)
Mittwoch I 18.11. I 18:00 Uhr
„Afterimages“ / „Powidoki“ (2016, OmeU) Einführung von Gernot Howanitz (Universität Innsbruck)
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Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Adam-Mickiewicz-Institut in Warschau, Leokino Innsbruck, Universität Innsbruck – NoA (Network of Areas), Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Institut für Kunstgeschichte, Institut für Slawistik
Anlässlich des 100. Geburtstags und des zehnten Todestages von Andrzej Wajda (1926–2016) widmet sich eine fünfteilige Retrospek tive dem Werk eines der bedeutendsten polnischen Regisseure des 20. Jahrhunderts.
Wajda war nicht nur ein international gefeierter Filmemacher, sondern auch eine prägende moralische Stimme des Landes. Sein Schaffen steht in einem intensiven Dialog mit Film, Literatur, Geschichte und Malerei. Ursprünglich wollte Wajda Maler werden – geprägt von der polnischen historischen Malerei und zugleich fasziniert von der Avantgarde entwickelte er eine unverwechsel bare, bildstarke Filmsprache. Immer wieder griff er auf Werke der polnischen und europäischen Literatur zurück und setzte sich mit entscheidenden Momenten der polnischen Geschichte auseinander. Dabei gelang es ihm, lokale historische Erfahrungen in universelle Bilder und Geschichten zu übersetzen.
Seine Filme verbinden Geschichte mit Fragen nach Freiheit, Ver antwortung, Erinnerung und menschlicher Würde und beeinflussten Generationen internationaler Filmschaffender. Im Jahr 2000 wurde Wajda mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet, 2006 erhielt er auf der Berlinale den Goldenen Ehrenbären.
Filmprogramm:
Freitag I 09.10. I 19:00 Uhr
„Die Mädchen von Wilko“ / „Panny z Wilka“ (1979, OmdU)
Einführung von Bolesław Racięski (Filmwissenschaftler, Universität Warschau)
Donnerstag I 15.10. I 18:00 Uhr
„Asche und Diamant“ / „Popiół i diament“ (1958, OmdU)
Einführung von Gernot Howanitz (Universität Innsbruck)
Donnerstag I 29.10. I 18:00 Uhr
„Das gelobte Land“ / „Ziemia obiecana“ (1975, OmdU)
Einführung von Kurt Scharr (Universität Innsbruck)
Mittwoch I 11.11. I 18:00 Uhr
„Der Mann aus Marmor“ / „Człowiek z marmuru“ (1977, OmdU)
Einführung von Eva Binder (Universität Innsbruck)
Mittwoch I 18.11. I 18:00 Uhr
„Afterimages“ / „Powidoki“ (2016, OmeU) Einführung von Gernot Howanitz (Universität Innsbruck)
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Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Adam-Mickiewicz-Institut in Warschau, Leokino Innsbruck, Universität Innsbruck – NoA (Network of Areas), Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Institut für Kunstgeschichte, Institut für Slawistik